LTE Vodafone
Die Regulierungsbehörde für Telekommunikation hat nach 27 Auktionstagen die Lizenzen für LTE (Long Term Evolution) Frequenzen beendet. LTE Lizenzen ebnen den Weg für ein superschnelles mobiles Internet mit Downstream Raten von 100 MBit/s, das sind doppelt so viel wie VDSL 50. Beinahe 3,6 Milliarden Euro brachte diese Auktion ein, an der vor allem Mobilfunkanbieter Interesse zeigten.
Die Kunden dieser neuen Lizenzbänder werden zunächst einmal die Kosten via Gebühren refinanzieren. Man geht davon aus, dass sie relativ hoch anzusiedeln sind und erst im Laufe der Zeit allmählich sinken werden. T- mobile, Vodafone und 02 sind die Gewinner der Auktion. Allerdings hört man noch nichts von Vodafone, wann es LTE in Betrieb nehmen möchte. Eher lässt man dort verlauten noch weiter die UMTS Netze ausbauen zu wollen, obwohl sie sich wegen Störanfälligkeit nicht flächendeckend haben durchsetzen können.
Zwar hat Vodafone im Interview mit dem Magazin Connect verlauten lassen 2010 mit dem Ausbau von LTE beginnen zu wollen, inzwischen ist eher von Ende 2010 die Rede. Außerdem kündigte Vodafone an, dass man die Gebühren stärker nach oben setzen müsse, um flächendeckend für alle Menschen ( auch in den sogenannten weißen Flecken) das schnelle mobile Internet anbieten zu können.
Vodafone hat rund 1,42 Milliarden Euro in die Auktion investiert und sich damit 12 von insgesamt 44 Frequenzblöcken gesichert. Damit hat Vodafone den größten Anteil der mobilen Telekommunikationsanbieter, sieht sich zufrieden am angepeilten Ziel. Nun will der Konzern auch, wie schon vor der Auktion angekündigt, die weißen Flecken mit der mobilen Funk Internet Technologie bedienen. LTE nutzt die frei gewordene digitale Dividende um die DSL Lücken in Deutschland zu schließen. Immerhin ist die Geschwindigkeit von LTE um ein 9 faches höher als DSL.
Keiner lässt sich aktuell Zahlen entlocken über die zu erwartenden Preise. Alle sagen, dass man einen Vergleich machen soll, aber außer Zahlen über die Leistungsfähigkeit des Systems, über die enormen Auktionskosten und ein paar Absichtserklärungen, wie die Preise sich allmählich reduzieren sollen, findet man keine weiteren Hinweise auf die zu erwartenden Kosten. Man kann allenfalls erfahren, dass es nur eine Wahloption zwischen Flat- oder Prepaidtarifen geben wird. Allerorten wird auch vermutet, dass sich die Tarife nicht mehr so gewaltig unterscheiden werden, weil der Preis für ein Bit wesentlich günstiger ist. Obendrein zeichnet sich LTE durch eine größere Bandbreite aus, so dass es effektiver zu nutzen ist. Hier gibt es bereits bei den Vorgängern eine Tendenz, die in den Tarifen die Effizienz berücksichtigte.